Verfickte Fickficker 2 – Gewalt im Kopf

Mit einem wenig charmanten „Verpiss dich!“ war ich in meiner Pausenaufsicht noch gut bedient. Einen Kollegen traf es einige Tage ganz handfest am Schienbein, als der kleine Junge, der mich schon zuvor überschäumend beschimpft hatte, es nicht mehr bei Worten beließ.

Wer sowohl verbal als auch in seinen konkreten Handlungen so auf die Zurückweisung seiner Umwelt bedacht ist, muss einen verstopften Kopf haben. Verstopft von Gewalt. Meine Kollegen und ich sehen uns wiederum einige Tage später in dieser Einschätzung bestätigt. Im Unterricht wurde ein Arbeitsblatt ausgeteilt und das Exemplar dieses kleinen Jungen sogleich wieder eingesammelt. Kaum hatte er es erhalten, machte er sich über die abgedruckten Bilder her.

Es waren Tierbilder und er gab den Tieren Sprechblasen, kleine und große Tiere sprachen nun miteinander:

„papa, wo ist denn meine Mama?“

„mama is nicht mehr da.“

„wiso?“

„Ich habe sie totgebummst.“

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