Frisch geduscht

Der Pausengong ertönt gleich zweimal, dafür verantwortlich ist ein kräftiger Regenguss draußen. Es ist Regenpause. Wir behalten die Schüler im Gebäude und damit setzt folgendes Spiel ein:

Wenn es normalerweise zur Pause klingelt, sind die Schüler kaum aus dem Klassenraum und anschließend kaum aus dem Gebäude zu bekommen. Plötzlich kleben sie daran. Der Kleber hält aber nur so lange, bis der Unterricht wieder beginnt. Nun beginnen die Anstrengungen, sie alle pünktlich in ihre Klassen zurückzubekommen. Jetzt kleben sie am Pausenhof.

Die Regenpause ist eine Sondersituation, die den Schülern eigentlich entgegenkommen müsste: Es ist Pause und sie dürfen drin bleiben. Nicht, dass ihnen das recht ist. Nun wollen sie raus, auch wenn sie mehrheitlich keine Regenjacken dabei haben. Und Timothy aus meiner Klasse ist uns durchgerutscht. Er hat sich rausgestohlen – süße Freiheit!

Die nutzt er sogleich, indem er sich unter das nächstbeste Ende einer Regenrinne stellt. Als die Kollegen ihn aufgreifen ist es zu spät, genüsslich hat er sich bereits unter den Wasserstrahl gestellt und ist von der obersten Haarspitze bis zum kleinsten Zeh platschnass. Timothy grinst: „Ich wollte duschen!“, verkündet er. Ein paar Freunde waren auch dabei, für sie konnte aber die außerplanmäßige Dusche verhindert werden.

Ein Hoch auf die Fundsachenkiste des Hausmeisters! Und den Hausmeister selbst. Er greift hinein und und findet tatsächlich einen Pullover, eine Hose, ein paar Schuhe. Timothy ist vorläufig trocken.

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